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Rechnungen

PEPPOL-E-Rechnungsstellung wird Pflicht: Was bedeutet das für dein Unternehmen?

Ab 2030 wird die E-Rechnungsstellung über PEPPOL in der EU Pflicht. Was ist PEPPOL genau, und wie bereitest du dich darauf vor?

Invoisio Team · 26 Mar 2026 · 3 Min. Lesezeit

Was E-Mail für das Fax war, ist PEPPOL nun für die PDF-Rechnung. Die Europäische Kommission hat entschieden, dass alle B2B-Rechnungen zwischen Unternehmern ab 2030 elektronisch über ein standardisiertes Netzwerk versendet werden müssen. Dieses Netzwerk ist PEPPOL.

Was ist PEPPOL genau?

PEPPOL (Pan-European Public Procurement OnLine) ist ein offenes Netzwerk, über das Unternehmer strukturierte Rechnungen austauschen — nicht mehr als PDF-Anhang, sondern als UBL 2.1 XML nach einem standardisierten europäischen Profil (NLCIUS in den Niederlanden).

Der Unterschied zur PDF: Eine PEPPOL-Rechnung ist vollständig maschinenlesbar. Der Empfänger kann die Rechnung automatisch in seine Buchhaltungssoftware einlesen — kein manuelles Abtippen, keine OCR, keine Fehler.

Wann wird es Pflicht?

  • Jetzt schon Pflicht: Rechnungen an die niederländische Behörden (Staat, Gemeinden, Provinzen) — seit 2019.
  • Ab 2028: Verpflichtende E-Rechnungsstellung zwischen Unternehmern in immer mehr EU-Ländern (Frankreich, Deutschland und Belgien führen den Weg an).
  • Ab 2030: Pflicht für alle grenzüberschreitenden B2B-Rechnungen innerhalb der EU (gemäß ViDA-Richtlinie).

Die Niederlande folgen dieser Frist. Ab 2030 musst du also alle Rechnungen an geschäftliche Kunden über ein standardisiertes elektronisches Format versenden.

Was ändert sich für dich?

Konkret: Du versendest keine PDF-Rechnungen mehr per E-Mail. Stattdessen sendet deine Rechnungssoftware die Rechnung direkt über PEPPOL an die Buchhaltungssoftware deines Kunden. Dein Kunde sieht sie innerhalb von Sekunden in seinem Posteingang, kann sie mit einem Klick genehmigen und bezahlen.

Vorteile:

  • Schnellere Bezahlung. Untersuchungen zeigen, dass E-Rechnungen 30–50 % schneller bezahlt werden.
  • Keine Tippfehler. Betrag, USt.-ID, IBAN — alles kommt automatisch korrekt an.
  • Niedrigere Kosten. Kein Porto, kein Druckpapier, weniger manuelle Verarbeitung.
  • Weniger Betrug. PEPPOL-Rechnungen sind kryptografisch signiert.

Wie bereitest du dich vor?

  1. Wähle eine Rechnungssoftware mit PEPPOL-Unterstützung. Nicht alle Pakete können das. Frag das ab.
  2. Melde dich im PEPPOL-Netzwerk an. Das machst du über einen Access Point — normalerweise regelt deine Software das für dich.
  3. Erfasse Kundendaten korrekt. Für PEPPOL brauchst du die PEPPOL-ID deines Kunden (oft identisch mit KvK + Ländercode). Frag das schon mal ab.
  4. Teste mit einem Kunden. Fang klein an, kontrolliere, ob die Rechnung korrekt ankommt, skaliere dann auf.

PEPPOL und Invoisio

Invoisio unterstützt PEPPOL-Versand ab dem Business-Plan. Du meldest dich einmalig im Netzwerk an (regeln wir für dich), und danach kannst du pro Kunde wählen: PDF-E-Mail oder PEPPOL. Für Kunden ohne PEPPOL-Anschluss versendest du weiterhin die PDF-Version — beide parallel bis 2030.

Warte nicht bis 2029: Je früher du anfängst, desto weniger Stress hast du, wenn die Frist näher rückt. Und deine Kunden werden es dir danken — schnellere Verarbeitung ist für alle ein Gewinn.

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